Transnationales Projekt „BELIEF“

Ziel des Projektes:

museumskofferIm transnationalen Projekt „BELIEF“ arbeiten Partner aus Frankreich, Italien, Litauen und der Türkei gemeinsam mit parisat an dem Thema „Umgang mit Sterben und Tod“.
Es ist eine Tatsache, dass in Europa die Menschen immer älter werden - ethische Grundansichten werden angepasst. Dennoch ist der Umgang mit dem Thema des Sterbens und Leidens bis zum Tod stets schwer – und für viele ein Tabuthema.

In den Ländern unserer Projektpartner sind es sowohl professionell Pflegende, als auch Familienangehörige, die mit der Aufgabe befasst sind, alte Menschen würdevoll bis an ihr Lebensende zu begleiten. Blickt man sich in Europa um: gibt es Regionen, in denen ein ausdifferenziertes Hilfeangebot professionell arbeitet, aber auch Regionen, wo mangelnde fachliche Ausbildung einhergeht mit fehlenden Informationen zur Unterstützung von betroffenen Familien. Zudem sind auch angebotene Materialien für die Familien oft nicht praktisch und gut nutzbar.
In den letzten Jahren hat sich Europa zu einem Platz für viele Möglichkeiten entwickelt und es sind zahlreiche Chancen entstanden, denkt man an die Zusammenarbeit gut qualifizierter Partner zu verschiedenen Themen. Durch die Zusammenarbeit unserer strategischen Partnerschaft wollen wir die Bedingungen für die professionelle Arbeit mit Sterbenden, den Familien und den Patienten selbst verbessern. Dabei spielen verschiedene kulturelle Hintergründe der Patienten ebenfalls eine Rolle wie Bedürfnisse und Wünsche der Pflegenden. Die Partnerschaft erlaubt es uns, gemeinsam darüber zu arbeiten.

Das Ziel des Projektes ist es, eine Zusammenarbeit zwischen den professionell Arbeitenden, den Familien und den Patienten selbst herzustellen und dies durch den fachlichen Austausch auf transnationaler Ebene zu befördern. Für die deutschen Partner liegt der Fokus dabei auch insbesondere um den Umgang mit dem Thema „Sterben und Tod“ im Bereich der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und weiter auch bei Menschen mit Behinderung.

Maßnahmen zur Zielerreichung:

Es finden fünf Transnationale Arbeitstreffen in den teilnehmenden Ländern statt. Daneben haben Mitarbeitende die Möglichkeit, Hospitationen in den Partnerländern („job shadowing“) wahrzunehmen - das Pflegepersonal kann dadurch seine Fähigkeiten erweitern und europäische Erfahrungen in der Arbeit mit sterbenden Menschen und der Begleitung ihrer Angehörigen sammeln.
Auf einer gemeinsamen virtuellen Plattform wird an den Ergebnissen gearbeitet. Zunächst werden die bestehenden Ausbildungs- und Trainingsangebote in den Partnerländern analysiert und daraus Bedarfe abgeleitet. Es wird ein “Europäische Kompetenz-Rahmen” zum Thema “Lebensende” und “Sterbebegleitung” entstehen. Ergänzt wird dies um die Sammlung guter Beispiele aus den Partnerländern, um Familienangehörige und Pflegende zu unterstützen.
Am Projektende werden die Europäischen Erfahrungen und Ergebnisse im Rahmen einer Fachtagung vorgestellt.

Zielgruppe:

Der Koordinator ist die französische Einrichtung GRETA MTI 77 mit Sitz in Paris. Hier handelt es sich um einen Erwachsenbildner, der vor allem im sozialen Bereich ausbildet.
Der italienische Partner ist ein Konsortium mit 18 Mitgliedseinrichtungen aus dem Bereich der Sozialwirtschaft. Hier sind rund 5000 Mitarbeitende vertreten.
Die „Centre outpatient clinic“ in Vilnius (Litauen) ist eine Klinik mit rund 1000 Mitarbeitenden und 133000 Patienten. Ein Bereich wird seit 2009 als Pflegeeinrichtung geführt – mit 24 Hospizplätzen. Es ist die größte Einrichtung ihrer Art in Litauen.
Die öffentliche Gesundheitsabteilung in Istanbul ist dem Gesundheitsministerium angeschlossen und betreut verschiedene Sozialstellen in Istanbul. Ein großer wachsender Themenbereich hier ist die Pflege alter Menschen und die Sterbebegleitung.
Der deutsche Partner ist parisat – 100%ige Tochter des Paritätischen Thüringen. Es nehmen auch Mitarbeitende aus verschiedenen Mitgliedsorganisationen teil.

Projektlaufzeit:

September 2015 bis August 2017

Projektergebnisse:

Leitlinie für Familien und Betreuer
Matrix für eine europäische Charta
Diagramme zu Inhalten der Tätigkeiten im Pflegebereich

Kontakt:

Christine Fiedler
Projektleitung
Tel.: 036202 26-225

Überblick zum Transnationalen Treffen in Deutschland

Exkursion zum Museum für Sepulkralkultur Kassel, 23.09.2016

Gefördertes Projekt durch:

Logo Erasmus+logo belief

Drucken